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Am 26. Juli haben Anti-Atom-Aktive in Potsdam "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie der CDU-Abgeordneten Katherina Reiche deutlich, dass die Menschen in ihrem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!
Zur Aktion Atom-Alarm in Potsdam versammelten sich ca. 60 Leute auf dem schmalen Bürgersteig vor dem Haus, in dem das Wahlkreisbüro von Katherina Reiche (MdB, CDU) ansässig ist. Leider war Frau Reiche im Urlaub wie auch all ihre MitarbeiterInnen, daher kam es zu keiner Übergabe der Erklärung, stattdessen wurde diese nach einem kräftigen Eintrommeln und -tröten (es waren ca. 6 TrommlerInnen zugegen und ein großes Papp-Atomkraftwerk) durch ein Megaphon vorgelesen. Anschließend wurde die Erklärung samt Argumentationshilfe gegen Atomkraft (100-Gute-Gründe-Heftchen) und der von 2009 veröffentlichten, wissenschaftlichen Studie des Umweltbundesamtes zur Nachhaltigen Energieversorgung in den Briefkasten der Bundestagsabgeordneten gepackt. Ein Mitarbeiter von Katherina Reiche hatte im Vorfeld erwähnt, dass es möglich sei, ein Treffen mit den AtomgegnerInnen nach dem Urlaub von Reiche zu organisieren, wo es zur Übergabe und eventuellen Diskussion kommt
Danach wurde wieder kräftig Krach geschlagen. Am Ende kam es noch zu einer Ankündigung der Großdemo am 18.September in Berlin und zum Aufruf, sich für einen Heißen Sommer gegen Atompolitik fit zu machen.
Die Aktion dauerte etwa 45 Min. Presse war reichlich vor Ort. Ein Kamerateam und etliche Fotografen. Deutschlandfunk hatte am Anfang ein kurzes Interview mit dem Presseansprechpartner gemacht.
Text von Simon Wohlfahrt, Fotos von Stefan Kruse